{"id":92,"date":"2019-04-10T09:06:56","date_gmt":"2019-04-10T09:06:56","guid":{"rendered":"http:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/?page_id=92"},"modified":"2020-02-03T13:30:49","modified_gmt":"2020-02-03T13:30:49","slug":"ao-univ-prof-mag-art-dr-phil-marion-elias","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/ao-univ-prof-mag-art-dr-phil-marion-elias\/","title":{"rendered":"ao. Univ.-Prof. Mag.art Dr.phil Marion Elias"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Institut f\u00fcr Kunstwissenschaften, Kunstp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung (IKKK)<br \/>Gender Art Laboratory \/\/ Arbeitskreis f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen \/\/ Philosophie<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<table class=\"wp-block-table aligncenter is-style-regular\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Telefon:<\/td>\r\n<td>\u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 3770<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Telefon:<\/td>\r\n<td>\u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 2150 (AfG)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Email:<\/td>\r\n<td>\u00a0<a href=\"mailto:marion.elias@uni-ak.ac.at\">marion.elias@uni-ak.ac.at<\/a><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Sprechstunde:<\/td>\r\n<td>\r\n<p>\u00a0Dienstag, von 14.00-15.00 Uhr<br \/>\u00a0Donnerstag, von 13.30-14.30 Uhr<br \/>Termine nur nach Vereinbarung<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Fax:<\/td>\r\n<td>\u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 2089<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Mobil:<\/td>\r\n<td>\u00a0+43 0664 \/ 411 36 88<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>B\u00fcroadresse:<\/td>\r\n<td>\u00a0A-1010 Wien, Postgasse 6 \/ 2.Stock<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Postadresse:<\/td>\r\n<td>\u00a0A-1010 Wien, Oskar Kokoschka-Platz 2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Curriculum vitae und Ausstellungen (auszugsweise)<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Geboren 1960 in Wien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>1980-85 Studium der Malerei und Graphik an der damaligen Hochschule, heute Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien (bei Prof. Wolfgang Hutter),<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>2000-03 Doktoratsstudium der Philosophie ebendort (bei Prof. Rudolf Burger). Ab 1993 Lehrbeauftragte,<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>seit 1995 Universit\u00e4tsassistentin, seit 2005 ao. Prof. am Institut f\u00fcr Bildende und Mediale Kunst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Oktober 2008 Habilitation im Fach Kunst-Philosophie an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seit M\u00e4rz 2009 ao. Univ.-Prof. Aktuell Leiterin der GAL (Gender Art Laboratory) und interim. Leiterin der Abteilung Philosophie der Angewandten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Koordination und Realisation zahlreicher Ausstellungen und Projekte mit den Studierenden sowie Vortragst\u00e4tigkeit, im In- und Ausland, Lehrveranstaltungen an der Angewandten aus den Bereichen Gender Studies, Mal- und Handwerkstechniken, \u00c4sthetik der Farben, Philosophie;<br \/>Betreuungen von Diplomarbeiten und Dissertationen. Lehrende an der KinderuniKunst der Angewandten (bis 2015), Lehrende im postgradualen Lehrgang &#8222;Art and Economy&#8220; der Angewandten, Betreuung von Masterthesises.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Sommersemester 2009 Seminar &#8222;Freskomalerei in Theorie und Praxis&#8220;, Bauhaus Universit\u00e4t Weimar, gemeinsam mit Prof. Achim Prei\u00df (\u00c4sthetik und k\u00fcnstlerische Forschung), 2009; Betreuung von PhD.- Arbeiten im praktischen und theoretischen Bereich (50% practice, 50% thesis) an der Bauhaus Universit\u00e4t Weimar. Seminare ad Maltechnologie in \u00d6sterreich und im benachbarten Ausland.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Vorsitzende des Arbeitskreises f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen (Seit 2005).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seit 1982 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, national und international.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00fcrdigungspreis des Bundesministers f\u00fcr Wissenschaft und Forschung anl. der bei Studienabschlu\u00df erbrachten Leistung. Preistr\u00e4gerin der internationalen Druckgraphikwettbewerbe in Pardubice (ehem.CSFR) und Cadaqu\u00e9s (Spanien), (1990 und 1992).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Illustrationsserie f\u00fcr einen \u00d6sterreichischen Lebensmittelkonzern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gr\u00fcndung der K\u00fcnstlerInnengruppe &#8222;Quidditas&#8220; 2000.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Lehrveranstaltungen an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien in den Bereichen: Philosophie, Maltechnologie, \u00c4sthetik der Farben, Gender Studies\/Bildende Kunst. Initiatorin der Lectures-Serie &#8222;Aisthesis&#8220;.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ver\u00f6ffentlichungen:<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen zur Kunst in Zeitschriften und Katalogen.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>AISTHESIS<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>\u00c4sthetik<br \/>zur Me\u00dfbarkeit einer Sensation<br \/>\u00c8 bello cio che \u00e8 bello<br \/>sch\u00f6n ist, was sch\u00f6n ist&#8230;<br \/><br \/>Vortr\u00e4ge aus dem Lectures-Programm;Volume 1<br \/><br \/>Mit Texten bzw. Beitr\u00e4gen von:<br \/>Ida-Marie Corell, Eva-Maria Stadler, Frank Hartmann, Jan Svenungsson, Till Ansgar Baumhauer, Ingo Rentschler, Reinhard Friedl, Renate Brosch, Michael L\u00fcthy, Gerhard Donhauser, Stephanie Guse, Matteo Giannasi, Ferdiand Schmatz, Marion Elias, Sel\u00e7uk Erez, Nusin Arslan<br \/>Hg.: Marion Elias<br \/><br \/>Seitdem der Begriff der Sch\u00f6nheit marginalisiert und devalosiert auftritt und lediglich in Bereichen der Kosmetik Verwendung finden darf, ist er aus dem Kunstbereich so gut wie v\u00f6llig eliminiert. Ein Automobil darf sch\u00f6n sein, ein Mann, eine Frau, ein Pullover, ein Haus, eine Vase, eine Blume, ja sogar ein Tier &#8211; ein Sonnenuntergang und \u00e4hnliches mehr. Die Abdankung der Sch\u00f6nheit (und zwar ausdr\u00fccklich im Bereich der K\u00fcnste) &#8211; gefa\u00dft ungef\u00e4hr in der Mitte des 18. Jahrhunderts &#8211; im Kompendium sch\u00f6n, gut, wahr geht auf eine prinzipielle Erweiterung zur\u00fcck, die unter einem anderen Namen ihren Auftritt feierte: \u00c4sthetik (von altgriechisch a\u00edsth\u0113sis &#8222;Wahrnehmung&#8220;, &#8222;Empfindung&#8220;) geh\u00f6rte bis ins 19. Jahrhundert zwar zur Lehre von der wahrnehmbaren Sch\u00f6nheit, von Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst, zielt aber w\u00f6rtlich auf einen Sinneseindruck, einen sinnlichen Reiz. Und nimmt also neben dem Sch\u00f6nen gleicherma\u00dfen H\u00e4\u00dfliches, Angenehmes, Unangenehmes und etwa Verst\u00f6rendes auf. Die Alltagssprache hat aktuell aus \u00e4sthetisch blo\u00df ein Synonym f\u00fcr sch\u00f6n, geschmackvoll oder ansprechend gemacht, mag sein eine Ersatzbezeichnung f\u00fcr die in Verruf geratene Sch\u00f6nheit. In der Wissenschaft generell wird unter dem Begriff die gesamte Palette von Eigenschaften, die dar\u00fcber entscheiden, wie Menschen Gegenst\u00e4nde wahrnehmen, zusammengefa\u00dft. Was nun die Philosophie betrifft, bezeichnet \u00c4sthetik entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein, und zwar nicht nur die der Kunst, oder eine philosophische respektive soziologische Theorie von Kunst beziehungsweise Design. Betrachtet man kurz die Geschichte der \u00c4sthetik, die bereits in der Antike und au\u00dferhalb Europas ihre Verortung findet und Verbreitung fand, entdeckt man Positionen wie etwa jene Immanuel Kants, der \u00c4sthetische Bewertungen nicht allein \u00fcber rein subjektive Kategorien wie &#8222;sch\u00f6n&#8220; und &#8222;h\u00e4\u00dflich&#8220;, die wegen bestimmter Eigenschaften einem Gegenstand einger\u00e4umt werden, entschieden sehen will, sondern \u00fcber die Art und Weise der Sinnlichkeit oder Sinnhaftigkeit, Positionen, denen andere gegen\u00fcberstehen, die auf Verst\u00e4ndlichkeit allein im Rahmen spezifischer Zeichensysteme setzen, oder Interpretationen, die \u00c4sthetik quasi direkt simpel auf die Bewertung &#8222;sch\u00f6n&#8220; und &#8222;h\u00e4\u00dflich&#8220; beschr\u00e4nken (vor allem im angels\u00e4chsischen Raum) und auf die Frage, nach welchen empirisch zug\u00e4nglichen Kriterien derartige Urteile zustande kommen. Eine finale Bestimmung des Begriffs ist, wie bei all jenen Begriffen, die eine Geschichte haben, nicht zul\u00e4ssig und nicht abzusehen. <br \/><br \/>Die Frage, der das Programm<br \/>AISTHESIS<br \/>zur Me\u00dfbarkeit einer Sensation<br \/>&#8222;\u00c8 bello cio che \u00e8 bello &#8211; Sch\u00f6n ist, was sch\u00f6n ist&#8220; &#8211; ??<br \/>nachzugehen versuchen will, ist logisch und konkret:<br \/>Kann man heutzutage der \u00c4sthetik noch auf die Spur kommen und \u00fcber sie debattieren, ohne etwa auch kontempor\u00e4re neurologische Kenntnisse miteinzubeziehen? Welchem Wandel zeigen sich die Begriffe Sch\u00f6nheit, \u00c4sthetik und Wahrnehmung unterzogen? Glauben wir an Theorien um sch\u00f6n oder nicht sch\u00f6n ohne zu bedenken, was eigentlich im menschlichen Gehirn vor sich geht, sobald ein sinnlicher Reiz zu verarbeiten ist? Wo und wie wirkt der eigentlich, ist die Kondition, ist das Resultat immer und \u00fcberall ein- und dasselbe? Verstehen wir die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Vorg\u00e4nge im Gehirn? Was resultiert aus den Erkenntnissen der Hirnforschung? Wie frei ist nun ein Mensch tats\u00e4chlich mit seinen Entscheidungen, seinem Willen, dem Denken, dem Urteilen? Wie funktioniert das mit einer Sensation, die wir f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten? Wie zeigt sich aisthesis, gefa\u00dft als Wahrnehmung, interpretiert von K\u00fcnstlerInnen, WissenschaftlerInnen und HirnforscherInnen, mit oder ohne Verweis auf das Motiv Sch\u00f6nheit&#8220;? <br \/>Aisthesis ist eine spezielle &#8222;Symposion-Form&#8220;, die sich auf eine Reihe von Gast-lectures in lockerer Reihenfolge st\u00fctzt. \u00fcber mehrere Semester oder Jahre sollen \u00fcber die Vortr\u00e4ge Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Thema behandelt, debattiert und festgehalten werden. Resultat sind &#8211; wie es sich geh\u00f6rt &#8211; weitere Fragen, die der Vorl\u00e4ufigkeit unserer Welt entsprechen. <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"214\" height=\"300\" class=\"wp-image-93\" src=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Buch_Cover_Aisthesis_Scan-214x300.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Buch_Cover_Aisthesis_Scan-214x300.jpg 214w, https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Buch_Cover_Aisthesis_Scan-600x842.jpg 600w, https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Buch_Cover_Aisthesis_Scan.jpg 643w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>(Nach)Wirkungen. Ad Alice Schwarzer. Katalog zur Ausstellung, 2010, ISBN 978-3-85211-155-1<\/li>\r\n<li>Indisciplinabile; Skizzen zur Philosophie der Kunst; eine Reflexion. (Habilitationsschrift), VDG Weimar, 2009,<br \/>Ebook: <a href=\"http:\/\/www.buecher.de\/shop\/kunst\/indisciplinabile-ebook-pdf\/elias-marion\/products_products\/detail\/prod_id\/43913837\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ISBN 978-3-89739-634-0<\/a><br \/>Papier: <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Indisciplinabile-Skizzen-Philosophie-Kunst-Reflexion\/dp\/3897396343\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ISBN 978-3-89739-634-0<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>&#8222;Indisciplinabile&#8220;, italienisch, &#8222;unb\u00e4ndig, nicht in Zucht zu halten&#8220;, \u00e4lter auch: &#8222;unlenkbar&#8220;, &#8222;der nicht zu ziehen ist&#8220;<br \/><br \/>Der italienische Ausdruck &#8222;indisciplinabile&#8220; ist abgeleitet vom Lateinischen &#8222;indisciplinabilis&#8220;, dem Gegensatz von &#8222;disciplinabilis&#8220;, was lernf\u00e4hig, schulungsf\u00e4hig, aber auch &#8222;dre\u00dfierbar&#8220; bedeutet.<br \/><br \/>Wir sind daran gew\u00f6hnt, da\u00df die Welt, vor allem die akademische oder universit\u00e4re, unterteilt ist in Disziplinen, streng reglementiert, Kompetenzhoheit inklusive. Gleichzeitig sind die Begriffe &#8222;interdisziplin\u00e4r&#8220; beziehungsweise &#8222;multidisziplin\u00e4r&#8220; zu einer Art modischem Kanon geworden, obwohl sie sich allzu oft als blo\u00dfe Pathosformeln erweisen. Das scheinbar &#8222;barbarische&#8220; Indisciplinabile, zum Teil auch im Sinne eines Wortspiels aufgenommen, verweist unter anderem auf &#8222;Freiheit&#8220;, auf die Freiheit des Denkens und k\u00fcnstlerischen Tuns und klingt, absichtlich, vielleicht sogar ein wenig nach &#8222;gef\u00e4hrlich&#8220;: Was nicht zu b\u00e4ndigen ist, beh\u00e4lt seinen bedrohlichen, unf\u00fcgsamen Kern.<br \/><br \/>Meines Erachtens entsteht jeder Gedanke, der etwas Wert ist und jedes Kunstwerk, das eines sein soll, aus einer derartigen Situation.<br \/>Unter dieser Pr\u00e4mi\u00dfe versteht sich der Titel &#8222;Indisciplinabile&#8220; nicht als Apologie einer kontempor\u00e4ren Disziplinen-Vermantschung\u00dftrategie, sondern als Votum f\u00fcr &#8222;Unordnung mit Fragezeichen&#8220; &#8211; f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung der Ordnung und Ordnungen, die wir um die Kunst und das Denken gelegt sehen. F\u00fcr die Debatte um die angeblichen Gegens\u00e4tze, f\u00fcr die Ermittlung vertretbarer \u00c4hnlichkeiten, Ber\u00fchrungspunkte, \u00dcberg\u00e4nge. F\u00fcr einen offenen Bogen von M\u00f6glichkeiten.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" class=\"wp-image-94\" src=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Indisciplinabile_cover-213x300.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Indisciplinabile_cover-213x300.jpg 213w, https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Indisciplinabile_cover.jpg 354w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Niemandsland; aus dem Notizbuch eines Malers. (Dissertationsschrift), VDG Weimar, 2005, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Niemandsland-Aus-Notizbuch-eines-Malers\/dp\/3897394863\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ISBN 3-89739-486-3<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>Niemandsland ist das Gebiet zwischen feindlichen Linien, unerforschtes, herrenloses Terrain. So steht es im W\u00f6rterbuch. F\u00fcr das Metier der Malerei wird dieses Niemandsland in der vorliegenden Abhandlung bildlich zum Standort, f\u00fcr die Maler zur Kolonie: Eine Ecke, die nirgendwo dazugeh\u00f6ren soll, nicht einmal mehr zur Kunst, und die keiner will. Unnotwendig, veraltet, obsolet. Malerei, blo\u00df Bilder, damit kann man doch heutzutage nichts mehr anfangen. Aus dieser Position heraus entwickelt Marion Elias eine skeptische Intervention zum \u00fcblich gewordenen, theoretisch-\u00fcberfrachteten Regelkanon der kontempor\u00e4ren bildenden Kunst. Blickwinkel dabei bleibt das Atelierfenster, der Standpunkt ist der einer Fragenden, einer Bildermacherin, die gerne auf den Ausdruck &#8222;K\u00fcnstler&#8220; verzichtet und auf der geschlechtslosen Version &#8222;Maler&#8220; ohne -in besteht.<br \/><br \/>Die Autorin zerlegt in konsequenter Beweisf\u00fchrung jene (behaupteten) Normen, \u00fcber die eine mainstreampr\u00e4gende Fachwelt zu zementieren versucht, was denn Kunst w\u00e4re, was sie darf und soll.<br \/><br \/>Mutig und pointiert erteilt Elias der eingespielten Phraseologie, der Schlampigkeit der Begriffe und Inhalte, dem Pathos einer nicht kunstimmanenten und somit keineswegs verpflichtenden Aufgabenserie eindeutige Absagen.<br \/><br \/>Der offene Bogen an Argumentationen spannt sich dabei von der Renaissance bis ins Heute und entkr\u00e4ftet wenigstens zwei &#8222;Leits\u00e4tze&#8220;: den der Marginalisierung der Malerei sowie den der Diskriminierung des \u00c4sthetischen.<br \/><br \/>Wenn Kunst etwas nicht sein sollte &#8211; dann &#8211; durchschnittlich. <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"206\" height=\"300\" class=\"wp-image-95\" src=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/niemandsland_cover-206x300.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/niemandsland_cover-206x300.jpg 206w, https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/niemandsland_cover.jpg 343w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Quidditas &#8211; Die Geschichte. Intervention zu bildender Kunst. Katalog zum Projekt, 2002, ISBN 3-85211-097-<\/li>\r\n<li>Marion Elias: Engel lassen sich in Baden nieder &#8211; zu himmlischen Kl\u00e4ngen. Univ. f\u00fcr Angewandte Kunst, 1999, ISBN 3-85211-077-7<br \/>EngelSessel &#8211; Geschichte einer Aufregung. Katalog zum Projekt, 1998, ISBN 3-85211-078-<\/li>\r\n<li>Marion Elias, Monographie. 1993<\/li>\r\n<\/ul>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Institut f\u00fcr Kunstwissenschaften, Kunstp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung (IKKK)Gender Art Laboratory \/\/ Arbeitskreis f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen \/\/ Philosophie Telefon: \u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 3770 Telefon: \u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 2150 (AfG) Email: \u00a0marion.elias@uni-ak.ac.at Sprechstunde: \u00a0Dienstag, von 14.00-15.00 Uhr\u00a0Donnerstag, von 13.30-14.30 UhrTermine nur nach Vereinbarung Fax: \u00a0+43 (1) 711 33 \/ DW 2089 Mobil: \u00a0+43 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-92","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/92","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/92\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":224,"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/92\/revisions\/224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/philosophie.uni-ak.ac.at\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}