Start der Veranstaltungsreihe: Kunst.UNZEITgemäß/ Series of events

Start der Veranstaltungsreihe: Kunst.UNZEITgemäß/ Series of events

Was macht Kunst, was macht Künstler unzeitgemäß?

(see English below) Von 2021 an lädt die Abteilung Philosophie der Universität für angewandte Kunst einmal jährlich eine Künstlerin oder einen Künstler ein, seine oder ihre Arbeit zu präsentieren: entweder in einem virtuellen „Kofferformat“ (Duchamp), oder auch dank eines Atelierbesuchs, wenn es möglich ist.

Dieser unmittelbare Austausch hat ein breites, aber spezifisches Anliegen, was die Relation von Philosophie zu Kunst betrifft. Im derzeitigen Umfeld wird häufig die Frage gestellt: Wie steht ein Werk zu den Bedingungen, Zusammenhängen und Prozessen der globalen Gegenwart, ist es mit ihnen einverstanden, ist es „reaktionär“ oder strebt es ihre Veränderung an, ist es „subversiv“?

Anstelle dieser Fragen oder jedenfalls vor ihnen wird hier eine andere Frage in den Raum gestellt: Nicht wie steht ein Werk zu den Bedingungen seiner Epoche, sondern wie steht es in ihnen? Zu fragen ist also, wie ein Werk innerhalb dieser Bedingungen, dieser sozialen und künstlerischen Zusammenhänge, dieser Diskurse, dieser technischen Prozesse, eine kritische Intelligibilität von dieser Gegenwart entwirft und adressiert.

In diesem Sinne wird diese Austauschreihe zwischen philosophischer Reflexion und Werken als eine Begegnung veranstaltet, die jenseits der Logik eines Urteils (oder gar einer Verurteilung) stattfindet, um die Bedeutung von Kritik selbst wieder zu einem gemeinsamen Problem zu machen.

 


What makes art, what makes artists untimely?

From 2021 on, the Philosophy Department of the University of Applied Arts invites once a year an artist to present his or her work: either in a virtual „suitcase format“ (Duchamp), or also thanks to a studio visit, if it is possible.

This immediate exchange has a broad but specific concern for the relation of philosophy to art. In the current environment, the question is often asked: How does a work relate to the conditions, contexts and processes of the global present, does it agree with them, is it „reactionary“ or does it strive to change them, is it „subversive“?

Instead of these questions, or at least before them, another question is posed here: Not how does a work relate to the conditions of its epoch, but how does it relate to them? The question, then, is how a work designs and addresses a critical intelligibility of this present within these conditions, these social and artistic contexts, these discourses, these technical processes.

In this sense, this series of exchanges between philosophical reflection and works is organized as an encounter that takes place beyond the logic of judgment (or even condemnation) in order to make the meaning of critique itself a common problem again.

 

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